Tricks von Experten fuer Experten

Schock im Schlafzimmer

Schimmelbefall in Wiesbaden


Die Ansprüche in der Wohnungswahl wachsen mit dem Alter. Hat man als Student noch in einem 1-Zimmer-Loch gewohnt, das man als das Paradies auf Erden ansah, ist man heute bei der Wohnungswahl weitaus wählerischer. Man plant eben nicht mehr nur für die nächsten 365 Tage, sondern für längerfristig. Es steht ja auch (hoffentlich) mehr Geld als früher zur Verfügung.
Ich mag ja Altbau. Allerdings muss die Wohnung natürlich topsaniert sein, mit neuen Fenstern, damit die Heizkosten, soweit es eben geht, gedrückt werden können.
Genau eine solche Wohnung fand ich in Wiesbaden, in einem schönen, alten Haus. Terrasse nach hinten raus, mit großer Wohnküche, zu einem akzeptablen Preis. Genau mein Fall!
Die Wohnung war frisch gestrichen als ich einzog und ich war selig. Das Einrichten macht ja am meisten Spaß. Hatte mich schön mit neuen Möbeln eingedeckt und meinem neuen Wohnglück stand nichts mehr im Wege. Das hielt dann ein paar Monate. Irgendwann entdeckte ich knapp über der Bodenleiste ein paar kleine, dunkle Flecken. Schimmelbefall in der Wohnung? Dass ich ihn sah war reiner Zufall, weil mir nur etwas knapp daneben auf den Boden gefallen war, Teppichboden in diesem Fall, jener, der ausgerechnet in meinem Schlafzimmer liegt.
Bei der Arbeit hatte ich eine näherkommende Deadline, deswegen hatte ich für sowas gerade keine Zeit. Und diese verstrich. Ich hatte die Flecken schon längst wieder vergessen, Wochen waren ins Land gezogen. Wenn man auf die Stelle nicht explizit achtete, hatte man eben einfach keinen Grund, dort hinzuschauen.

Das erste Gefecht

Bis ich im Fersehen einen Beitrag über Schimmel in der Wohnung sah und wie gesundheitsgefährdend der doch sei. Da fielen sie mir wieder ein. Also widmete ich mich der Bodenleiste meines Schlafzimmers und war wie vom Schlag getroffen! Die dunklen Flecken hatten sich mehr ausgebreitet, sowohl vertikal an der Leiste entlang, als auch nach oben Richtung Zimmerdecke, wenn auch sehr langsam. Aber das Schlimmste: Die Dinger wurden 3D! Waren sie vor ein paar Wochen nur als Schatten an der Wand auszumachen, war nun deutlich eine Abhebung von dieser zu erkennen. Ekel packte mich bei dem Gedanken, dass sich Mikroorganismen in meinem Zimmer ausbreiteten, während ich darin schlief.
Am nächsten Tag kaufte ich Schimmelspray und sagte den Pilzen den Kampf an. So sehr, wie das Zeug stank, wirkte eher das auf mich gesundheitsschädlich. Aber egal. Nach der Behandlung waren nur noch leichte Schatten auszumachen, die „Leichenüberreste,“ wie ich annahm.
Der Krieg war aber noch längst nicht gewonnen. Wieder ein paar Wochen später war der Befall wieder da, noch ausgeprägter als vorher. Ich verstand es einfach nicht. Schimmel in der Wohnung kennt man doch aus dem Badezimmer oder aus der Küche- eben dort, wo viel Feuchtigkeit ist. Aber im Schlafzimmer? Soviel kann man doch gar nicht ausdünsten! Und eine Wasserleitung ging dort auch nicht lang.

Die bittere Erkenntnis

Doch dann klingelte es in meinem Kopf. Die betroffene Wand war eine Außenwand. Sollte etwa die Wand feucht sein? Diesen Gedanken wollte ich gar nicht weiter ausführen. Ich hatte wirklich im Moment andere Sachen zu tun, als mich um so einen Mist zu kümmern. Aber von allein erledigte es sich eben nicht, wie eigentlich alles auf der Welt. So nahm ich Kontakt mit der Hausverwaltung auf, eine sehr nette, ältere Dame, wie ich unerwartet feststellte. Komisch, dass man immer davon ausgeht, dass diese Leute unfreundliche und unerreichbare Menschen sind, aber das sind wahrscheinlich Erfahrungswerte. Ich solle mich um ein Unternehmen kümmern, das einen Gutachter schickte, der seinerseits einen Kostenvoranschlag vorzulegen hätte. Gesagt - getan. Über eine Suchmaschine im Internet stieß ich auf einen Spezialisten für Schimmelentfernung in Wiesbaden und der gute Mann war wenige Tage später in meiner Wohung. Er schaute sich die Sache an, packte Instrumente aus, die ich nie zuvor in meinem Leben gesehen hatte und drückte ein Gerät mit zwei Metallstiften auf verschiedene Stellen auf dem Teppichboden, das unaufhörlich piepte bei jedem Bodenkontakt. Erst vernahm ich ein unterschwelliges Grummeln seitens des Fachmanns, dann ein „oha!“ Und das verhieß natürlich nichts Gutes. Feuchtigkeit war auch in gewissen Bereichen des Teppichbodens. Verwendung von Schimmelspray greife hier in keinem Fall, da die Außenisolierung der Wand defekt sei. Was für eine Bescherung!
Letztendlich musste die Isolierung wieder hergestellt, die betroffene Wand neu gestrichen und sowohl die Bodenleiste als auch der Teppichboden ausgetauscht werden.

Die schnelle Lösung

Der Kostenvoranschlag wurde von der Hausverwaltung akzeptiert und die Arbeit kam ins rollen. Zuerst hatte ich einen Raumentfeuchter im Zimmer stehen, der Tag und Nacht lief, um zu gewährleisten, dass das Zimmer so trocken wie möglich wurde. Die Arbeiten wurden dann, wie ich das beurteilen konnte, fachgerecht, kompetent und schnell erledigt.
Ich hatte das Glück, meine Arbeit ab und an auch von zu Hause aus erledigen zu können, so konnte ich anwesend sein, wenn die Handwerker in der Wohnung waren. Letztendlich hatte ich mir das Ganze viel schlimmer vorgestellt. Nach einer Weile waren die Herren verschwunden, Wand, Bodenleiste und Teppichboden (gleiches Fabrikat) erschien im neuem Glanz. Der Preis war meines Erachtens auch völlig in Ordnung, obgleich ich ihn nicht zahlen musste. Ich war mit dieser unkomplizierten, flexiblen, schnellen und kompetenten Abwicklung sehr zufrieden und empfehle diesen Betrieb der Schimmelentfernung in Wiesbaden gerne wieder.



Bildquelle: Rainer Sturm  / pixelio.de


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